Einleitung
1929/1933
1936
1939/1945
1945
1946
1999
Gegenwart

Zbrojovka im Wandel der Zeiten

Begeben Sie sich auf die Reise durch die Zeit...

1929/1933

Am Anfang

In den Jahren 1929-1933 wurde die Stadt Vsetín von einer Wirtschaftskrise betroffen und Tausende Arbeiter und ausgebildeter Arbeitskräfte blieben arbeitslos. Auch die Thonet Bugholzmöbelfabrik, Reichel-Glashütte und Sousedík-Fabrik wurden geschlossen. Die Stadtregierung rang mit Massen von Arbeitenden, die für bessere Sozialbedingungen und die Rettung des walachischen Volkes demonstrierten. Auch Gewerbe, deren Dienste ohne Bedarf blieben, verfielen, so dass die Stadtregierung zu Notfallarbeiten und Ersatzindustrie herantrat. 

Ganz paradoxerweise war diese Krise auch die Zeit eines großen Aufschwungs für die Stadt Vsetín – das Gymnasium, der Kurort, das Freibad, die Geschäftsschule in Rybníky, das Feuerwehrhaus, neue Straßen, Wasserleitung und Kanalisation wurden gebaut, das Krankenhaus wurde rekonstruiert usw. 

Die Bürger von Vsetín können zu Recht stolz auf ihre Bürgermeister sein. Es ist eine Stadt, die bis heute Wachstumsdynamik aufweist. In der Zeit der großen Krise bemühte sich die Stadtregierung intensiv, Tabakproduktion zu erwerben, sie verhandelte mit den Bata-Betrieben über  die Übertragung eines Teils der Produktion von Zlín, mit dem Nestlé Unternehmen über die Errichtung einer Molkerei (sie wurde wegen der großen Entfernung von Prag und fehlender Straße nicht errichtet - was für eine Parallele zu heute) und mit Zehnern anderer Subjekte, um die Arbeitslosigkeit der Bevölkerung zu lösen.

Zu dieser Zeit wurde die wachsende Bedrohung der Republik immer deutlicher und Vsetín, Považská Bystrica, Uherský Brod, Slavičín, Dubnica nad Váhom und andere Städte waren unter den ausgewählten Kandidaten für die Platzierung der Rüstungsproduktion. Die Stadtregierung betrieb Lobbyarbeit und beantragte respektvoll die Platzierung der Rüstungsproduktion in ihr Kataster. Die Stadt forderte mindestens eine Garnison, oder die Platzierung der Eisenbahntruppen, aber dank persönlicher Kontakte und dem günstigen Antrag der tschechoslowakischen Waffenfabrik Čs. Zbrojovka Brno, hat die Stadt Vsetín heute noch die Ehre, sich bei allen, die damals für die Platzierung der großen Waffenproduktionswerke in Vsetín kämpften, zu bedanken.

1936

Im Aufbau

Am 11. Juni 1936 wurde das Stadtamt in Vsetín durch einen Brief von der Direktion der Čs. Zbrojovka Brno darüber informiert, dass auf Grund der Überprüfung des Antrags der Stadt Vsetín beschlossen worden war, ein Werksgelände größeren Umfangs im Kataster der Stadt Vsetín zu bauen.

Dank der Stadtregierung wurde damit der Grundstein zum außergewöhnlichen Aufschwung der Stadt Vsetín und ihrer Umgebung gelegt. Die Stadt erhielt einen neuen Look und die Bevölkerung  verdoppelte. Das gigantische Areal der Zbrojovka sollte 453 Millionen Kronen verschlingen und mehr als 2000 Arbeiter beschäftigen. 

Das Gebäude der Härteanlage Nr.11 war vom Anfang an eine Härte-, Sand- und Schleifenanlage. Hunderte Arbeiter und Clerks haben hier gearbeitet. Hunderte Tonnen von Materialien und Produktarten haben durch die Hände der Härter durchgelaufen. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren wurden hier im Areal Infanterie- und Luftwaffen, Minenwerfer und Richtschützen, Bohrer und Werkzeuge, Textil-, Melk- und Nähmaschinen, aber vor allem Munition und Maschinengewehre produziert. Diese Tradition nimmt im Areal die Firma ZVI a.s. als der Fortsetzer dieser stolzen Tradition auf.

1939/1945

Während des Krieges

Während der Kriegsjahre 1939-1945 wurde Zbrojovka fertiggebaut und an den größten deutschen Rüstungsgigant in Europa angeschlossen, der neben Teilbetrieben der Zbrojovka Brno (in Povážská Bystrica, Vsetín, Kuřim, Praha, Přerov, Kroměříž, Rokycany und Rakovník) auch Waffenfabriken aus Beograd, Podbrezová, Dolné Hamre und Bukarest umfasste. Außerdem hatte Zbrojovka Anteil an anderen Gesellschaften wie z.B. Skoda-Werke und Zehner anderer. In jenen Jahren wurden in Zbrojovka berühmte Waffen hergestellt, die sich in die Kriegsgeschichte schmählich eingeschrieben haben: das Maschinengewehr ZB Modell 27, das großkalibrige Luftmaschinengewehr MG 131 und die Panzerbüchse.

1945

Wiederbelebung

In den ersten Maitagen 1945 wurde ein Teil von Zbrojovka von der deutschen Armee zerstört. Das Gebäude Nr. 11 wurde nicht beschädigt und nach der Befreiung von Vsetín durch die Rote Armee begann der allmähliche Nachkriegswideraufbau. Es sollte erwähnt werden, dass dank dem unrühmlich bekannten Klement Gottwald Plünderungen durch die sowjetischen Demontagetruppen verhindert wurden, womit Zbrojovka keinen ernsthaften Schaden erlitt. Der gesamte Kriegsschaden wurde auf 485 125 615,99 CZK geschätzt. Nach der berühmten Auseinandersetzung mit Kollaborateuren und Diversanten war die Firma endlich bereit, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. 

Das Ersatzfriedensprogramm der Nachkriegsjahre war nicht einfach. Waffen wurden nicht mehr benötigt und Menschen brauchten Arbeit. Die Produktion lief nur langsam an und wurde wirklich erst in den Jahren 1946 und 1947 eingeführt. Zbrojovka produzierte Autozubehör, Ersatzteile für Bremsen, Zündkerzen, Strick- und Nähmaschinen, Zeichentische, Warmwasserspeicher, Pressen, Schweißgeräte und Kommunalwerkzeuge. 

Zusammen mit der Gesamtsituation im Land und der Stärkung der Arbeiterbewegung politisierte die Situation in Zbrojovka. Als größter Erfolg dieser Zeit soll die Lizenzvereinbarung für die Produktion der Webstühle Hrdina betrachtet werden. Diese waren vollautomatische Webstühle, deren Autor Rudolf Hrdina von Týniště nad Orlicí war.

1946

Das goldene Zeitalter

So begann im Jahr 1946 eine neue Ära der Zbrojovka. Sie konzentrierte sich auf die Produktion der Textilmaschinen von Weltqualität, des Maschinegewehrs Modell 59, das bis heute noch in Gebrauch ist, und der Sprengkapsel, die heute im Areal von der weltmarktführenden Firma Austin Detonátor produziert werden. In der sozialistischen Ära entwickelte sich die Produktion der Zbrojovka und im Areal wurde intensiv gebaut. In den besten Zeiten arbeiteten im Areal um 7000 Arbeiter und Zbrojovka hatte eigene Wohnanlage, Kulturhaus, Waldwirtschaft und Wälder, Kraftverkehr, Energiewirtschaft und Berufsschule mit Internat.

1999

Langer Weg

Die Härteanlage, das Gebäude Nr. 11, zieht sich durch diese Geschichte wie ein roter Faden. Denn welches Produkt aus der Produktion der Zbrojovka ist hier nicht hergestellt worden? Welcher Bereich braucht heute noch moderne Härtungstechnologie nicht? Und wer würde GALVAMET, den Fortsetzer der Tradition des Gebäudes Nr. 11, nicht kennen? 

Aber die traurige Wahrheit ist, dass das Gebäude Nr. 11 und die Härteanlage in der Zeit der Planwirtschaft nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen. Es wird noch viele Jahre dauern, bis sich der Gesamtkomplex der ehemaligen Zbrojovka aus der Zeit des neuen Kapitalismus nach 1989 erholt. Unsere Firma GALVAMET wurde 1999 gegründet und Ihre Mission bleibt gleich wie in den bisherigen 70 Jahren: Qualitätsdienst für Kunden aus allen Bereichen der Industrie zu leisten und dadurch eigene Arbeit zur Erfüllung bringen.

Gegenwart

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